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RE: Erwischt werden von Eltern


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- Enge Röcke und Kleider



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von Eyecatcher am 03 Jun. 2007 12:36

Hallo Abendkleid!

Ich merke ja schon, daß wieder alle auf einen Beitrag von mir lauern, tut sich ja ansonsten nix, obwohl fleißig ins Forum geschaut wird!

Bei mir fing es mit 15 an mit den Röcken. Ich kaufte einen der ganz frühen Stretch-Mini-Röcke, in dunkelblau. Das war ein recht seltsames Material, auch genau das, was damals für Badeanzüge verwendet wurde.

Den zog ich unter meine Jeans-Hosen, kaufte die Jeans so locker, daß der Stretch-Mini darunter Platz hatte. So schlug ich im Sitzen die Beine übereinander oder hatte sie ganz brav ganz eng nebeneinander. In der Straßenbahn war das praktisch und fiel nicht weiter auf, obwohl Männer ja immer locker und breitbeinig sitzen. So ging ich sehr oft ins Kino, in die Schule und auch auf Partys.

In einer Brigitte von 1983 oder 1984 las ich schließlich von den neuen langen Jeans-Röcken, die bei den Frauen nun für einen aufrechteren Gang sorgen würden und die durch den schmalen Schnitt, mit kleinem knöpfbarem Gehschlitz, für einen ganz neuen, kleineren,bewußteren + eleganteren Schritt sorgen würden. Am Ende der Schrittfreiheit gab es immer einen Ruck.

Damals wirklich sehr gewöhnungsbedürftig für die Frauen, hatten sie es nun seit ungefähr 20 Jahren nicht mehr erlebt, daß aktuelle Röcke (nicht die zeitlosen Kostüme für das Büro!) so eng waren, damals waren ja diese weiten Glocken-Röcke in und wer in meinem Alter (40 Jahre) kennt nicht die zahlreichen Frauen in diesen grauenhaften Hosen-Röcken????

Das war schon ein Einschnitt. Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen schlugen die aber auch ein wie eine Bombe und wirklich sehr viele Frauen liefen in so einem Rock herum, zumal ab 1984 bis 1989 auch Leder-Röcke sehr in Mode waren!

Also wirklich viel zu Gucken und ich mußte so einen Rock auch haben. Also ab ins Kaufhaus und so einen Jeans-Rock geholt.

Weit vor diesem Jeans-Rock in 70 cm-Länge, stone-washed, mit 30 cm langen Geschlitz, mit 3 Knöpfen zu schließen, Größe 40 und richtig schön stabil (habe ihn heute noch und warte auf eine günstige Gelegenheit, daß ihn eine Schneiderin nachschneidert, allerdings in Größe 44-46, seufz!), fiel mir jedoch ein brauner Leder-Rock auf.

Er hatte Flecken, war deshalb von 150 auf 50 DM heruntergesetzt. Ich nahm den Rock, ging damit zur Kasse, sprach die Kassiererin an, das wären ja wirklich große Flecken! Sie sagte: "Moment, ich komme gleich wieder!" Sprachs, verschwand und tauchte 5 Min. später mit der freudigen Nachricht auf, daß er nur 35 DM kosten würde, sie hätte für mich ein gutes Wort bei der Abteilungsleiterin eingelegt.

Stolz ging ich mit der Neuanschaffung nach Hause, probierte ihn an, passte! Prächtig!

Ich nahm mir alle Fleckenmittel zuhause vor, las sorgfältig die Gebrauchsanleitung. Eines nahm ich für den Rock, behandelte ganz nach Vorschrift und Voila´, die Flecken waren weg!

Beim nächsten Gang ins Kaufhaus berichtete ich der netten Verkäuferin und sorgte wohl damals für das Tagesgespräch.

Den Jeans-Rock kaufte ich einige Wochen später auch dort.

Meine Sachen versteckte ich unter meinem Bettkasten oder unter der Matratze, wo sie aber meine Mutter früher oder später fand, also dort nur Playboy und ähnliches.

Die Röcke fand sie natürlich auch. Aber kein Kommentar von ihr. Da war ich 17 und machte das schon gute 2 Jahre. Mein Stiefvater fand mich auf dem Bett liegend, auto motor und sport lesend. Da hatte ich meinen geliebten Jeans-Rock an, Beine schön eng nebeneinander - ja, das fand ich geil!
Meistens habe ich genußvoll im Liegen oder Sitzen damit gelesen oder Hausaufgaben gemacht.

Der braune Leder-Rock duftete so wunderbar nach Leder, den hatte ich bald noch öfter an als den Jeans-Rock, konnte ihn auch unter Hosen anziehen, er ging mir gerade bis zu den Knien. Auch ein sehr enges Teil, ohne Gehschlitz, war gefüttert.
Bei jeder Bewegung machte er ganz wunderbare Geräusche.

Ich dachte, das fiele den Leuten auf. Schließlich verursacht eine Hose ja keine Geräusche und die Mode war damals nicht so, daß ne Hose auf halb acht hing.

Der Lederrock knallte jedenfalls die Beine beim Setzen ganz eng nebeneinander. Keine Chance, die noch übereinanderzuschlagen.

So ging mir das bis zur 1. Freundin, die ich kurz vor meinem 19. Geburtstag kennenlernte.

Sie war ein Hosenmonster vor dem Herrn, hatte aber ne tolle Figur.

An anderer Stelle schrieb ich ja schon diese Story.

Es lief alles darauf hinaus, daß ich sie vor die Wahl stellte: Entweder ziehst Du den Rock an oder ich und wir gehen so aus!

Ende vom Lied war, daß sie großen Gefallen an engen Röcken fand und wir die meisten gleich 2 x kauften und sie mit mir oft so ausging, daß wir die gleichen Röcke anhatten.

Das war 1987, noch nicht die Zeit für eine solche tolerante Einstellung, wie sie heute oft gepflegt wird, zumindest in Großstädten.

Das Thema Bondage steht wiederum für sich, ist mein anderer Hauptfaible.

Meine Fantasie war schon als Junge, Mädchen zu fesseln. Konnte ich ja bei Cowboy und Indianer-Spielen.

In der Pubertät kamen die feuchten Träume hinzu. War aber noch keine Freundin da, also probierte ich es an mir aus.

Meistens hatte ich in meinem Zimmer einen der Röcke an, also fesselte ich mir die Füße mit Seilen und knotete mir eine Acht für die Hände zurecht, immer ausgefeilter.
Zum Schluß hatte ich eine Konstruktion ersonnen, unter den Schultern durchgehend, an jedem Ende eine Schlaufe mit Henkersknoten, so daß die Arme über Kreuz gingen und die Hände ziemlich in Schulternähe fixiert waren.
Ich legte immer eine Schere griffgünstig hin.
Einmal war es sehr knapp, die Eltern waren bereits wieder im Haus, da schaffte ichs gerade noch, das Seil durchzuschneiden.

Das war der Tag, an dem mich mein Stiefvater lesend im Jeans-Rock auf dem Bett fand!

Nein, aufregend war das nicht, die Griffe nach einigen Malen geübte Routine.

Und meine Eltern gingen nach dem Motto vor: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß! Junge, mach deine Tür zu!

Sie waren wohl über alles informiert, taten es aber als zur Pubertät zugehörig ab und sahen keinen Handlungsbedarf.

Meine Eltern brachten mir viele Dinge und Werte bei und Toleranz war einer dieser Werte.

Sowie ein Grundsatz: Nur derjenige, der die Regeln kennt und weiß wie es geht, kann auch die Regeln übertreten, denn er kann die Folgen abschätzen. Muß dafür natürlich auch geradestehen.

Nun, beim Röcke tragen kann es ja keine zivile Strafe geben, jedoch sollte sich niemand wundern, angemacht oder auch verprügelt zu werden, denn es schaut ja sehr nach Opfer aus!

Meine Lösung war, als Mann rüberzukommen, der nur untenrum anders gekleidet war. Entweder wurde es in Menschenmengen gar nicht bemerkt oder die Leute waren sehr verwundert und bis sie einen Gedanken fassen konnten, war ich bereits fast außer Sichtweite.

Denn oft fuhr ich mit einem meiner engen Röcke Fahrrad, ein irres Feeling!!!

Heute gibt es bis auf Unterwäsche keine Tabus mehr in Sachen Frauenkleidung, ich kombiniere jedoch meistens 1 oder 2 Teile Frauenkleidung mit Männerkleidung oder ich habe komplett Frauenkleidung an, ziehe dann jedoch dazu meinen schwarzen Cowboyhut auf!

Dieser bewußte (Stil-)Bruch verhindert, daß ich sofort in eine Schublade gesteckt werden kann. Die Fragezeichen in den Köpfen der Leute sind richtig sicht- und spürbar!

Hier in Berlin passiert sehr wenig an Übergriffen, vorsichtig bin ich jedoch immer!!!

Aber deshalb die Sachen nicht tragen? Kommt nicht in Frage!

So kam ich bisher in jeden Club und in jedes Restaurant.

Wichtig ist eben die tiefe, seelische Selbstverständlichkeit.

Ich habe mich wegen der Zurückhaltung hier von einigen mal mit einem Psychotherapeuten unterhalten. Seine Aussage:

Es ist immer besser, Dinge zu tun, bzw. auszuprobieren, als nachher darüber zu hadern, es nicht getan zu haben!

Die Dinge, die ein Mensch nicht getan hat und auch nicht mehr nachholen kann, beschäftigen ihn viel mehr und lasten auf der Seele, als Dinge die getan wurden und sich nicht als gut herausstellten oder schief gingen. Das kann die Seele ganz schnell abhaken und bewältigen.

Und was Dinge bewirken, vor deren Verwirklichung wir Angst hatten und die aber funktionierten, braucht hier wohl nicht näher behandelt zu werden!!!!

Wenn Du, Abendkleid, nicht die Chancen wahrnimmst, die Du hast, ist Dir nicht mehr zu helfen!

Du bist so jung, laß nicht unnütz Zeit verstreichen. Je früher Du Praxiserfahrungen sammelst mit deinem Faible, umso früher kennst Du dich aus, handelst souverän, beeindruckst damit auch deine Freundin und ermöglichst einer Frau, damit überhaupt umzugehen. Du mußt da die Führung übernehmen, Du bist es, der klarmachen muß, was Du damit bezweckst und was nicht. Von daher mußt DU es wissen! Sowas geht nur mit Ausprobieren, immer wieder tun!

Und je überzeugender und authentischer Du bist, umso mehr kannst Du dich so in der Öffentlichkeit bewegen!

Nichts ist schlimmer als ein Doppelleben!

Du wirst vielleicht mal 80 Jahre. Willst Du tatsächlich 61 Jahre ein Doppelleben führen???

Es gehört zu deinem Leben. In einigen Bereichen hat es nix zu suchen und in einigen Bereichen kannst Du es ungestört tun. Genügend Partys und Anlässe gibt es dafür.

Ob Du wie ich, jemals so der Vermieterin entgegentrittst oder in einer Fahrradwerkstatt Teile kaufst, ist eine Sache der individuellen Entwicklung.

Nur an den Rand drängen und kleiner machen, als es ist, geht nicht!

Eyecatcher


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